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Was ist eigentlich Coaching?

Coaching wird oft als Hilfe zur Selbsthilfe definiert. Der Coach unterstützt den Coachee dabei, seine Probleme zu lösen, seine Ziele zu erreichen und seine Lebensqualität zu steigern. Anders als bei einem Berater kommt es beim Coaching nicht primär auf vorgefertigte Ratschläge an. Einem erfolgreichen Coaching liegt ein dynamischer Prozess zugrunde. Der Klient soll Lösungen in sich selbst finden und diese eigenständig umsetzen.

Einige sehr professionelle Coaching Methoden gehen über Hilfe zur Selbsthilfe hinaus. Hier werden durch ganzheitliche Methoden hinderliche Denk- und Gefühlsmuster dauerhaft transformiert, so dass der Coachee einen nachhaltigen Bewusstseinswandel erfährt. Hinderliche unbewusste Glaubenssätze werden durch verschiedene Fragetechniken aufgedeckt und aufgelöst. Das hat nicht nur bessere Ergebnisse, sondern auch eine dauerhaft höhere Seinsqualität zur Folge.


Wie ist Coaching entstanden?

Während in der frühen Psychologie und Psychotherapie die Heilung klinisch diagnostizierter Krankheiten behandelt und das Vermeiden von Leiden untersucht wurde, begann Ende der 1940er-Jahre eine Bewegung, die sich das Finden des Glücks zur Aufgabe machte. Als Pionier könnte Dale Carnegie angesehen werden, selbst wenn er seine Arbeit nicht als Coaching bezeichnete.

Coaching wurde zum einen genutzt, um Menschen wieder zu motivieren, ihre Ziele zu erreichen. Zum anderen gab es neue Ansatzpunkte, wie etwa weniger Streit oder Spannung in Familie und Beruf, mehr Erfolg, effektivere Kommunikation, weniger Stress, besseres Delegieren etc. Da diese Probleme nicht dem klinisch-psychologischen Bereich zugeordnet werden konnten, wurde der Bedarf nach persönlichem Coaching größer, wobei dies in erster Linie als Beratung und Hilfe, im besten Fall als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden wurde. Da Coaching kein geschützter Begriff ist, entstanden vielfältige Coachingausrichtungen, häufig angelehnt an schon vorhandene Therapieformen, wie systemisches Coaching, NLP etc.


Was macht man bei einem Coaching?

Hier unterscheidet sich ein Gruppencoaching von einem Einzelcoaching. 

Bei einem Einzelcoaching orientiert sich ein professioneller Coach an der individuellen Absicht des Coachees, welches Problem gelöst oder welches Ziel erreicht werden soll. Dann findet der professionelle Coach durch Fragen in dem Gespräch heraus, welche mentalen und emotionalen Blockaden dem Coachee bei der Erreichung dieses Ziels im Weg stehen, und löst diese mithilfe verschiedener Techniken auf. Der Coach behält dabei den roten Faden und das Ziel im Auge und interveniert entsprechend. Er hält sich bei inhaltlichen Statements zurück und hilft seinen Klienten, die Lösungen selbst zu finden. Coaching findet auf freiwilliger Basis statt und erfordert die aktive Beteiligung des Coachees.

Bei einem Gruppencoaching werden diese Blockaden, je nach Format, durch gemeinsame Übungen oder mit einem exemplarischen Coachinggespräch vor der Gruppe aufgelöst. Der Vorteil des professionellen Gruppencoachings besteht in der Vielfalt der Themen, der Unterstützung der ganzen Gruppe und der Intensität durch die Interaktion.

 

Was ist das Ziel des Coachings und wann wird es eingesetzt?

Professionelles Coaching hilft Menschen beim persönlichen Wachstum. Coaching dient entweder dazu, ein Problem zu lösen, ein Ziel zu erreichen oder die persönliche Lebensqualität zu steigern. Ein sehr gut ausgebildeter Coach kann auch tiefgreifende Traumata aus der Vergangenheit auflösen. Dies bedarf allerdings einer fundierten Ausbildung und Erfahrung. Oftmals wird Coaching allerdings auch von Menschen  genutzt, denen es weniger um das Lösen schwerwiegender Probleme geht, sondern um das Erreichen ihrer Wünsche, Träume und Ziele, das Steigern ihrer Lebensqualität sowie das Erlernen von Techniken, die das Leben vereinfachen und verschönern.

Wann sollte man ein Coaching und wann eine Therapie machen? 

Das kommt ganz auf die Kompetenz des Coachs oder des Therapeuten an. Auch wenn ein Therapeut ein langjähriges Studium oder eine intensive Ausbildung hinter sich hat, ist das noch kein Garant für die Qualität der Arbeit. Es gibt sowohl kompetente als auch weniger fähige Therapeuten. Genau wie es sowohl kompetente als auch weniger fähige Coachs gibt. Bei einer klinischen Diagnose empfiehlt es sich allerdings trotzdem, eher einen Therapeuten aufzusuchen.

Was macht man als Coach? Was sind die Aufgaben des Coachs?

Ein erfolgreicher Coach hat ein feines Gespür für die Persönlichkeitsstruktur seiner Klienten. Er kann sich gut in Lebenssituationen einfühlen sowie hineinversetzen und erkennt Blockaden und individuelle Herausforderungen entsprechend. Ein professioneller Coach erfragt die Situation des Coachees und bildet Abstraktionen, aus denen heraus er Fragen stellt, die dem Coachee dienen, seine eigenen Bewusstseinszustände zu erkennen und zu verändern. Der Coach gibt nicht die Richtung vor, sondern befähigt den Coachee, sich in die Richtung zu entwickeln, in die er selbst will.

Der Coach hilft, dysfunktionale Verhaltens- und Denkmuster zu erkennen und aufzulösen. Innere und äußere Transformationsprozesse werden angeregt und sollen in der Persönlichkeitsstruktur des Klienten verankert werden. Ist das gemeinsame Ziel erreicht und sind die Blockaden beseitigt, stellt sich Bewusstseinsfrieden ein und eine neue Sicht macht das Leben einfacher.

Was kann man von einem Coach erwarten?

Das Wichtigste ist Empathie für den Coachee und seine Lebensumstände, aber auch die starke Absicht, dessen Probleme zu lösen sowie seine Lebensqualität und Ergebnisse zu steigern. Ein professioneller Coach geht unvoreingenommen in einen neuen Prozess und ist frei von Vorurteilen sowie vorgefassten Meinungen. Er bietet dem Klienten einen geschützten Raum und setzt alles daran, positive Ziele zu verwirklichen. Ehrlichkeit und ein klarer Blick für die individuelle Situation des Anvertrauten sind weitere Grundvoraussetzungen. Je nach Tätigkeitsgebiet ist zudem ein hohes Maß an Fachkompetenz erforderlich. Ein guter Coach ist Experte seines Faches.

Was ist wichtig beim Coaching? 

Das Wichtigste beim Coaching ist, dass der Coachee sein Problem gelöst und seine Lebensqualität nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft gesteigert hat; dass der Coachee nicht nur kurzzeitig motiviert wurde, sondern hinderliche Denk- und Gefühlsmuster nachhaltig gewandelt hat.

Dazu bedarf es eines Coachs, der nicht nur Erfahrung hat, sondern sein Handwerk gelernt hat und auf fundiertes und belegtes Wissen über die Funktionsweisen des menschlichen Bewusstseins des Menschen zurückgreifen kann.

Wer darf sich Coach nennen?

Die Berufsbezeichnung Coach ist rechtlich nicht geschützt. Es gibt keine vorgeschriebene Ausbildungsverordnung und keinen geregelten Studienverlauf. Jeder kann sich Coach nennen und diese Dienstleistung anbieten. Daher empfiehlt es sich, genau nach der Ausbildung des Coachs und dessen Erfahrung zu schauen.

Wie erkennt man einen guten Coach?

Einen guten Coach erkennt man an den Ergebnissen seiner Coachees. Sind diese nachhaltig positiv, funktioniert seine Methode. Außerdem ist eine fundierte Ausbildung wichtig. Bei der Ausbildung ist die Methode zu erfragen, die er benutzt, und ob diese erprobt und durch Handlungsgewissheit bestätigt ist. Die Bekanntheit eines Coachs ist kein Merkmal für seine Kompetenz, sondern nur für die Qualität seines Marketings. Nur weil jemand berühmt ist, ist er nicht automatisch auch ein guter Coach.

Wie gut funktioniert Online-Coaching? 

Online-Coaching gibt es in Form von digitalem Einzelcoaching, aber auch von Gruppencoaching oder Online-Coaching-Kursen. Es gibt keine Untersuchungen, die belegen, ob analoges oder digitales Coaching besser funktioniert. Beides hat seine Vorteile. Präsenzcoaching und Präsenzseminare haben den Vorteil der direkten Interaktion und des damit einhergehenden intensiven Weiterentwicklungseffekts. Online-Coaching hingegen bietet den Vorteil der Anonymität und der Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum und eine weite Entfernung hinweg weiterzuentwickeln.

Welche Coachingmethoden gibt es? 

Coachingmethoden werden oft mit Techniken (Tools) verwechselt. Coachingtechniken sind die unterschiedlichen Werkzeuge, die ein Coach während des Gesprächs nutzt, wie zum Beispiel: Fragen, Abstrahieren, Spiegeln, Disputieren, Meditieren, Coachingübungen, Aufstellungen etc.

Eine Coachingmethode ist die Theorie, die hinter der Coachingmethode steckt. Sie basiert entweder auf psychologischen, soziologischen, neurowissenschaftlichen, pädagogischen, philosophischen oder esoterischen Einflüssen. Optimalerweise beruht die Theorie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischem Erfahrungswissen. So wie ein operierender Arzt aufgrund seines Studiums und seiner Erfahrung weiß, welchen Schnitt er wo setzen muss, um den Patienten zu heilen. Die wenigsten Coaches haben eine erlernte Methode, nach der sie vorgehen, sondern setzen die „Schnitte“ willkürlich nach persönlichen Vorlieben.

Daher gibt es Tausende verschiedener Coachingmethoden, allerdings nur wenige mit einer fundierten Theorie. Zu den bekanntesten Coachingmethoden zählen:

  • Systemisches Coaching:

    Systemisches Coaching basiert je nach Coach auf verschiedenen Theorien und Methoden. Meist basiert die Methode auf der systemischen (Familien-)Therapie, geprägt von der US-amerikanischen Psychotherapeutin Virginia Satir, und der soziologischen Systemtheorie, für die der Soziologe Niklas Luhmann als wichtigster Vertreter gilt.

    Dynamische Wechselwirkungen werden genauer unter die Lupe genommen und Störfelder aktiv angegangen. Zentrales Arbeitsmittel bleibt der aktive Dialog im Prozess. Vorrangiges Ziel bleibt es, individuelle Kompetenzen mit den Anforderungen eines Betriebes oder einer Organisation in Einklang zu bringen. Es gilt, Spannungsfelder zu reduzieren und das Erfolgspotenzial zu steigern.

  • Contextuelles Coaching®:

    Contextuelles Coaching®  wurde 1986 von der Psychologin Maria Craemer und dem Soziologen Stephan Craemer  entwickelt und gilt als die effektivste und fundierteste Coachingmethode. Die Theorie des Contextuellen Coachings® gründet sich auf zahlreiche Erkenntnisse, die sowohl auf psychologischen und soziologischen als auch unterschiedlichen philosophischen Ansätzen basieren. Contextuelles Coaching® ermöglicht einen nachhaltigen Bewusstseinswandel, der eine erfolgreich erfüllte Seinsqualität eröffnet.

    Diese Methode arbeitet auf der Ebene der tiefsten Überzeugungen, die die Ergebnisse und das Wohlbefinden bestimmen. Diese werden als Contexte bezeichnet und befinden sich auf der unbewussten Ebene. Das Contextuelle Coaching® dient dem Bewusstwerden dysfunktionaler Denk- und Gefühlsmuster, um diese dann durch verschiedene Techniken aufzulösen, ein neues Erfüllungsbewusstsein zu etablieren und dadurch bessere Ergebnisse und eine gesteigerte Lebensqualität zu ermöglichen.

  • Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT)

    Die von Albert Ellis 1955 begründete Rational-Emotive Verhaltenstherapie (REVT, vormals RET) führte zur “kognitiven Wende” der Verhaltenstherapie und gilt als Pionieransatz der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Durch die revolutionäre Theorie von Ellis über den Ursprung von Gefühlen (ABC-Modell) erntete er zunächst viel Ablehnung, später aber hohe Anerkennung.

    Die REVT nutzt sowohl therapeutische Methoden als auch ein besonders ausgeprägtes Maß an philosophischem Hintergrund. Es ist ein ganzheitlicher, handlungsorientierter Therapieansatz mit der Absicht des emotionalen Wachstums.

  • Neurolinguistisches Programmieren (NLP)

    NLP wurde 1970 von dem Mathematikstudenten und späteren Psychologen Richard Bandler und dem Linguisten John Grinder entwickelt. NLP ist eine Sammlung von Kommunikationstechniken, die psychische Abläufe im Menschen beeinflussen sollen; dabei werden Methoden aus den verschiedensten Therapieformen genutzt. Auch wenn der Begriff „Neuro“ (Gehirn) verwendet wird, besteht keine Verbindung zu der wissenschaftlichen Disziplin der Neurolinguistik und NLP gehört damit zu den Parawissenschaften.

    Das Ziel von NLP ist, dysfunktionale Verhaltensweisen durch verschiedene Kommunikationstechniken in funktionale Verhaltensweisen umzuprogrammieren. Diese Methode arbeitet daher nicht auf der Ebene der tiefsten Überzeugungen, sondern dient der Veränderung an der Oberfläche.

Welche Arten von Coaching gibt es?  

Coaching hat sich in den letzten Jahren sehr stark verbreitet und dadurch auch in verschiedene Bereiche unterteilt. Heutzutage gibt es Coaching für jeden Lebensbereich. Hier ein paar von ihnen:

  • Business-Coaching:

    Business-Coaching gehört immer noch zum größten Feld des Coachings. Business-Coaching setzt im beruflichen Umfeld an. Die Begleitung erfolgt lösungsorientiert und setzt klare Zielvorgaben. In der individuellen Betreuung werden persönliche Ressourcen optimiert und das eigene Potenzial gesteigert. Komplexe Abläufe werden fachgerecht analysiert und Verbesserungen ausgearbeitet. Die eigene Leistungsfähigkeit erfährt eine Steigerung und Geschäftsbeziehungen werden verbessert sowie intensiviert. Durch das Erlernen neuer Kommunikationsmuster können Konflikte minimiert und neue Lösungswege erarbeitet werden.
    Business-Coaching zählt zu den rentabelsten Bereichen. Unternehmensgründer werden hierbei an die Hand genommen und Geschäftsmodelle effizienter gestaltet.

  • Karriere-Coaching:

    Kompetentes Karriere-Coaching kommt häufig bei beruflichen Übergängen zum Einsatz. Spezielle berufsrelevante Fertigkeiten gilt es einzuüben und auszubauen. Ein klarer Blick auf die anstehenden beruflichen Schritte schenkt Vertrauen und Zuversicht. Ein agiler und kreativer Prozess soll Arbeitnehmer darin unterstützen, ein erfülltes und erfolgreiches Berufsleben zu führen.

  • Life-Coaching:

    Life-Coaching ist der zweitgrößte Bereich. Life-Coaching umfasst alle Lebensbereiche. Beruflich zielt es allerdings anders als beim Business-Coaching eher auf die persönliche berufliche Weiterentwicklung ab, nicht auf die des ganzen Unternehmens. Life-Coaching kann sich über mehrere Monate erstrecken oder auch bereits nach wenigen Sitzungen die gewünschten Erfolge bringen.

  • Personal-Coaching:

    Wo liegen meine Stärken? Wie optimiere ich meine Energie und baue Anspannungen ab? Personal-Coaching zielt darauf ab, die eigene Persönlichkeit zum Strahlen zu bringen, das volle Potenzial auszuschöpfen. Schwächen werden häufig erst bewusst, wenn ein Außenstehender uns darauf hinweist. Wissen wir, wo es hapert, können wir entsprechende Schritte gehen und unser Verhalten modifizieren. Jeder Mensch trägt ein unerschöpfliches Potenzial an Entwicklung in sich. Gleich einem Rohdiamanten verleiht der Coach seinem Coachee den Feinschliff.

  • Mental-Coaching:

    Die Art deines Denkens bestimmt dein Leben. In vielen Fällen sitzen negative Gedankenmuster fest verankert und üben einen permanenten Einfluss auf unser gesamtes Tun aus. Mental-Coaching zielt auf eine Verbesserung des Selbstbewusstseins, der eigenen Haltung ab und setzt effiziente Veränderungsprozesse in Gang. Unsere Lebensqualität hängt maßgeblich davon ab, wie unsere geistige Einstellung ist.

  • Beauty-Coaching:

    Im Wellness- und Beauty-Coaching stehen körperliche Aspekte und das äußere Erscheinungsbild im Fokus. Wie steigere ich meine körperlichen Befindlichkeiten? Wie optimiere ich mein äußeres Erscheinungsbild?

  • Vertrauenscoaching:

    Vertrauenscoaching baut Hemmungen ab und stärkt das Vertrauen in sich selbst. Umgibt einen erst einmal die Aura von Selbstvertrauen und Zuversicht, fällt vieles leichter.

  • Personal Empowerment-Coaching:

    Personal Empowerment-Coaching stärkt persönliche Ressourcen und ermächtigt einen, auch für andere ein sicherer Fels in der Brandung zu sein.

  • Personal Development-Coaching:

    Personal Development-Coaching hilft Menschen dabei, den Zustand zu erreichen, den sie sich für ihr Leben wünschen.

  • Erziehungscoaching:

    Erziehungscoaching dient der Unterstützung bei der Kindererziehung und hilft beim Aufbau und Erhalt zwischenmenschlicher Beziehungen.

  • Familiencoaching:

    Wie der Name schon sagt, geht es hierbei darum, ein erfülltes Familienleben zu etablieren. Sowohl in blutsverwandten Familien als auch in Patchworkfamilien. Hier wird manchmal die Technik der „Familienaufstellung“ verwendet.

  • Coaching-Aufstellungen:

    Aufstellungen sind eine spezielle Technik, die manchmal im Coaching eingesetzt wird. Hierbei werden Dynamiken und Beziehungen innerhalb eines Systems sichtbar gemacht. Dies können sowohl berufliche als auch private Systeme sein. Am bekanntesten sind Familienaufstellungen, bei denen die Konflikte im Familiensystem und zwischen den einzelnen Personen aufgedeckt werden sollen. In einer professionellen Aufstellung werden diese nicht nur aufgedeckt, sondern auch aufgelöst, sodass das System in eine natürliche, gesunde und produktive Ordnung gebracht wird.

  • Leistungscoaching/Sportcoaching

    Leistungscoaching setzt unterschiedliche Instrumentarien ein, um die persönliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Performance-Coachs setzen auf Sport- und Wirtschaftswissen. Zahlreiche Unternehmen nutzen umfangreiches Leistungscoaching für ihre Mitarbeiter.

  • Agile-Coaching:

    Agile-Coaching wird im Bereich des Business-Coachings eingesetzt. Agilität zeichnet sich dadurch aus, möglichst schnell eine erste, benutzbare Version eines Produkts oder einer Dienstleistung zu entwickeln und diese dem Kunden früh zur Verfügung zu stellen. Ein weiterer Kernpunkt von agilem Arbeiten sind autonome und selbst organisierte Teams.

    Beim agilen Coaching geht es darum, Unternehmen, Abteilungen, Teams und einzelne Teammitglieder oder Führungskräfte dabei zu unterstützen, den Weg in die Agilität zu finden. Dieser Veränderungsprozess betrifft grundlegende Arbeitsweisen, das Mindset, Werkzeuge und Rollen (z. B. Scrum Master). Der agile Coach gibt die Marschrichtung vor, die gecoachte Person, der Coachee, gestaltet den Weg hin zur Agilität selbst. Agiles Coaching funktioniert insofern nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“, sodass Agilität im Unternehmen selbstverantwortlich und nachhaltig gestaltet wird.

  • Führungskräfte-Coaching:

    Manager und Angestellte in höheren Positionen stellen eine besondere Zielgruppe dar. Häufig geht es um die Entwicklung von Führungskompetenzen und Managementqualitäten. Jedes Unternehmen hat hierbei seine ganz eigene Unternehmenskultur, die berücksichtigt werden soll. Leistungsorientierte Mitarbeiterführung und der kompetente Umgang mit Konfliktsituationen sind häufig zentrale Punkte innerhalb des Führungskräfte-Coachings.

  • Gesundheitscoaching:

    Lebensgewohnheiten werden analysiert und genauer in Augenschein genommen. Wo gibt es Optimierungsmöglichkeiten? Wie schaut es mit meiner Balance von Arbeit und Entspannung aus? Bewege ich mich ausreichend und halte ich Ruhephasen ein? Kompetentes Gesundheitscoaching wird idealerweise noch vor Ausbruch chronischer Erkrankungen ausgeführt. Meist finden Klienten allerdings erst den Weg zum Coach, wenn ihr Wohlbefinden bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde. Gemeinsam sollen Wege zu einem gesünderen Lebensstil entwickelt werden, die der Coachee dann in die Praxis umsetzen kann.

Wie sinnvoll ist Coaching?

So wie es noch vor einigen Jahrzehnten undenkbar war, sich Unterstützung von einem Experten zu holen, wenn man ein Haus baute oder ein Kind bekam, ist es heute salonfähig, sich Unterstützung in allen Lebensbereichen zu holen. So wie man zu einem Experten geht, wenn man Zahnschmerzen hat, geht man zu einem Coach oder Lebensberater, wenn man „Lebensschmerzen“ hat. Dadurch dass wir in einer immer komplexeren Welt leben, ist es ratsam, sich Unterstützung zu holen in Situationen der Überforderung. Außerdem kann Coaching heute viel mehr genutzt werden, da unsere Wohlstandsgesellschaft dies zulässt und vielleicht sogar verlangt, eine Weiterentwicklung auf der persönlichen Ebene voranzutreiben, da bei der schnellen technologischen Weiterentwicklung unsere persönliche Weiterentwicklung nicht mehr mitkommt. Die neuen Technologien erfordern eine starke persönliche Weiterentwicklung, damit sie nicht zu Depressionen und Burn-out führen.

Wie teuer ist Coaching?

Die Preise variieren stark, je nach Coach. Hier lohnt es sich in jedem Fall, genauer hinzuschauen. Was will ich genau erreichen? Wo will ich hin? Preise von einigen Hundert Euro bis zu mehreren Tausend liegen absolut im Rahmen. Also gut informieren, bevor ein Vertrag unterzeichnet wird.

Kann ich Coaching von der Steuer absetzen?

Kosten für Fort- und Weiterbildungen können von der Steuer abgesetzt werden. Idealerweise spricht man mit einem Experten seines Vertrauens.

Wo kann ich mich zum Coach ausbilden lassen?

Es gibt verschiedene private und staatliche Ausbildungsstellen. Als Contextueller Coach kann man sich weltweit nur bei der Anna Craemer GmbH ausbilden lassen. Dies ist eine von Deutschlands erfolgreichsten und besten Ausbildung zum Life-Coach. Diese Ausbildung wurde über mehrere Jahrzehnte entwickelt und ermöglicht, Coach auf höchstem Niveau zu werden.

Die Ausbildung bietet außerdem die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung und wird auch von vielen Menschen absolviert, die kein Coach werden, aber „die Schule des Lebens“ besuchen wollen, um das Coachingwissen in den privaten und beruflichen Alltag zu integrieren und eine Bedienungsanleitung für ein schönes Leben zu bekommen. Alle Infos hier.

Fazit Coaching:

Professionelles Coaching kann in vielen Bereichen hilfreich sein. Zur Klärung entscheidender Konflikt- oder Übergangssituationen sowie bei der Definition individueller Ziele und Aufgabenbereiche hat sich Coaching in den vergangenen Jahren bewährt. Kommt das Gefühl auf, aus einer festgefahrenen Situation nicht allein herauszufinden, kann eine Perspektive von außen wahre Wunder bewirken. Neue Wege tun sich auf und alte Verhaltensmuster können abgelegt werden. Professionelles Coaching kann Verletzungen aus der Vergangenheit heilen, bewusstes Leben in der Gegenwart  und einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft bewirken.

Der Erfolg eines Coachings zeigt sich in der Zufriedenheit des Coachees. Häufig stellt sich Zufriedenheit ein, wenn innere Klarheit gewonnen und ein Zuwachs an Lebensenergie festgestellt wird. Oft sind es auch sichtbare äußere Veränderungen, die verwirklicht werden konnten. Neue Kommunikationsmuster, veränderte Verhaltensweisen gegenüber Kollegen und Mitarbeitern oder auch eine schöne Umsatzsteigerung sind positive Indizien für ein erfolgreiches Coaching.

Am Ende einer erfolgreichen Coaching-Zusammenarbeit steht immer ein Coachee, der in seinem persönlichen Wachstum ein großes Stück weitergekommen ist und ein mehr an Lebenskraft dazugewonnen hat. Innere Hindernisse und Blockaden können aus dem Weg geräumt und Transformationsprozesse in Gang gebracht werden.

Die Investition in ein Coaching lohnt sicher immer dann, wenn es dem Klienten wichtig ist und eine echte Veränderung angestrebt wird. Ein wirklich erfolgreiches und erfülltes Leben sind der Lohn für die intensive Auseinandersetzung mit sich selbst.